Finanz- und Vorsorgeglossar

Abzüge

Kosten wie Berufsauslagen, Fremdbetreuungskosten für Kinder oder Vorsorgebeiträge, die das steuerbare Einkommen reduzieren.

AHV

Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) und die Invalidenversicherung (IV) bilden das Fundament der sozialen Sicherheit. Sie sichern das Existenzminimum und sind für alle obligatorisch. Finanziert wird die 1. Säule im Umlageverfahren durch Beiträge von Arbeitnehmenden, Arbeitgebenden und den Staat. Der Bund trägt rund einen Viertel bei, unter anderem über Steuern, Mehrwertsteuer und die Spielbankenabgabe.

Auffangeinrichtung BVG

Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG ist eine nationale Vorsorgeeinrichtung. Im Auftrag des Bundes fungiert sie als Auffangbecken und Sicherheitsnetz der 2. Säule. Als einzige Pensionskasse in der Schweiz nimmt sie ausnahmslos jeden anschlusswilligen Arbeitgeber und jede anschlusswillige Einzelperson auf, sofern diese die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen. Mehr Infos findest du hier: aeis.ch.

Automatisierung von Finanzen

Regelmässige Überweisungen und Daueraufträge helfen ADHS-Betroffenen beim Finanzmanagement.

Budget

Planung der monatlichen Einnahmen und Ausgaben.

BVG / Berufliche Vorsorge / Pensionskasse / 2. Säule

Die berufliche Vorsorge (BVG) ergänzt die 1. Säule, damit der gewohnte Lebensstandard auch nach der Pensionierung gesichert bleibt. Sie wird im Kapitaldeckungsverfahren finanziert: Beiträge von Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden werden angespart und in Anlagen wie Wertschriften oder Immobilien investiert. So wächst das Altersguthaben über die Jahre und ermöglicht bessere Leistungen. Die 2. Säule ist damit eine zentrale Stütze der Altersvorsorge.

Cashflow

Nettogeldfluss über einen Zeitraum, Einnahmen minus Ausgaben.

Cost-Average-Effekt

Durch regelmässige Einzahlungen werden die Einstandspreise geglättet.

Diversifikation

Verteilung von Vermögen auf verschiedene Anlagen zur Risikominimierung.

Dritte Säule / Säule 3a / 3. Säule

Die dritte Säule ist freiwillig und ergänzt die 1. und 2. Säule. Die gebundene Vorsorge (Säule 3a) bietet steuerliche Vorteile, während die freie Vorsorge (Säule 3b) mehr Flexibilität ohne Steuervorteile ermöglicht. Sie wird im Kapitaldeckungsverfahren finanziert, jedoch ohne Beiträge der Arbeitgebenden..

Einkauf in die Pensionskasse

Freiwillige Einzahlung zur Schliessung von Vorsorgelücken und zur Steueroptimierung. Im Rahmen von Pensions- und Finanzplanungen kann der Vorsorge- und Steuereffekt berechnet werden.

Erwerbsunfähigkeit

Unfähigkeit, den bisherigen Beruf oder eine zumutbare Tätigkeit auszuüben.

ETF

Ein börsengehandelter Fonds, der einen Index abbildet und kostengünstige Geldanlage ermöglicht.

Finanzziele

Konkrete, persönliche Ziele in Bezug auf Vermögen, Einkommen oder Ausgaben.

Fixkosten

Regelmässig wiederkehrende Ausgaben wie Miete oder Versicherungen.

Freizügigkeitsleistung

Guthaben aus der Pensionskasse, das bei Jobwechsel oder Erwerbspause auf ein Freizügigkeitskonto übertragen wird.

Haushaltsrechnung

Gegenüberstellung aller monatlichen Einnahmen und Ausgaben.

Hinterlassenenleistungen

Leistungen für Ehepartner oder Kinder bei Todesfall der versicherten Person.

Impulskauf

Ein unüberlegter, emotional motivierter Spontankauf, häufig bei ADHS ein Thema.

Invaliditätsdeckung

Versicherungsschutz bei dauerhafter gesundheitlicher Beeinträchtigung.

Invalidenrente

Rente aus der Pensionskasse bei anhaltender Erwerbsunfähigkeit.

Koordinierter Lohn

Der Teil des Lohns, der für die Berechnung der Pensionskassenbeiträge relevant ist, zwischen Mindest- und Maximalbetrag.

Krankentaggeldversicherung

Deckt bei Krankheit den Lohnausfall über einen bestimmten Zeitraum.

Kontenmodell

Ein strukturiertes System mit mehreren Konten zur besseren Übersicht und Kontrolle.

Liquidität

Verfügbarkeit von Geldmitteln zur Deckung laufender Ausgaben.

Notgroschen oder Liquiditätsreserve

Finanzielles Polster für unerwartete Ausgaben, oft drei bis sechs Monatslöhne. Bei Liegenschaftsbesitzern soll die Summe auch geplante Investitionen enthalten.

Pensionslücke

Differenz zwischen dem gewünschten Einkommen im Alter und den zu erwartenden Rentenleistungen.

Progression

Steigende Steuerbelastung mit zunehmendem Einkommen.

Rebalancing

Anpassung der Portfolioaufteilung an das ursprüngliche Risikoprofil.

Risikoprofil

Persönliche Einschätzung von Risikofähigkeit und Risikobereitschaft bei Geldanlagen.

Säule 3a

siehe "Dritte Säule"

Sparplan

Regelmässige Einzahlung in ein Anlageprodukt, oft ETF, zum Vermögensaufbau.

Steuererklärung

Jährliche Deklaration der Einkommens- und Vermögensverhältnisse gegenüber der Steuerbehörde.

Steueroptimierung

Strategische Planung zur legalen Minimierung der Steuerbelastung.

Todesfallversicherung

Versicherung, die im Todesfall eine vereinbarte Summe an Hinterbliebene zahlt.

Umwandlungssatz

Prozentsatz, mit dem das Altersguthaben bei Pensionierung in eine Rente umgewandelt wird.

UVG (Unfallversicherung)

Obligatorische Versicherung gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle in der Schweiz.

Vergessene PK-Guthaben

Wenn du "vergisst" deine BVG-Guthaben zum nächsten Arbeitgeber transferieren zu lassen, wird das Guthaben an eine Auffangeinrichtung weitergeleitet. Wenn du dich nicht mehr erinnern kannst, ob noch Pensionskassenguthaben irgendwo vergessen gingen, kannst du dich an folgende Stelle wenden. Die Dienstleistung ist kostenslos: bvgauskuenfte.ch.

Vermögenssteuer

Jährliche Steuer auf das Reinvermögen abzüglich Schulden.

Vermögensaufbau

Gezieltes Sparen und Anlegen über Jahre hinweg mit dem Ziel, einen Kapitalstock zu erreichen.

Vorsorgelücke

Nicht abgesicherter Bereich zwischen tatsächlichem Risiko und vorhandener Versicherung.

Vorsorgeabzug Säule 3a

Betrag, der beim Einzahlen in die Säule 3a vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden darf.

Zinseszins

Zinsen, welche auf bereits erzielte Zinsen anfallen. Verstärkt den Vermögenszuwachs über die Zeit.

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